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Paket Handbuch für das strafrechtliche Ermittlungsverfahren und Handbuch für die strafrechtliche Hauptverhandlung

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Bibliografische Angaben:

  • 978-3-89655-939-5
  • Detlef Burhoff
  • 8. Auflage
  • 19. 12. 2018
  • Buch mit Musterdownload
  • 4400 Seiten
  • gebunden
  • 14,8 x 21,0
  • 3.742 kg
Beschreibung
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Produktinformationen

Ein starkes Doppel für alle Verteidiger im Strafrecht – sparen Sie jetzt 49 Euro!

Wenn Sie als Verteidiger im Strafrecht das Beste für Ihren Mandanten herausholen wollen, benötigen Sie sowohl im Ermittlungsverfahren als auch in der Hauptverhandlung schnellen Zugriff auf entscheidende Informationen. Sichern Sie sich deshalb jetzt den doppelten Burhoff: „Handbuch für das strafrechtliche Ermittlungsverfahren" und „Handbuch für die strafrechtliche Hauptverhandlung" von Detlef Burhoff, Rechtsanwalt und ehemaliger Richter am OLG.

Perfekter Nutzen dank dreifacher Aufbereitung

Was diese Handbücher so einzigartig nützlich macht, ist ihre Struktur. Denn in jedem der beiden Nachschlagewerke finden Sie in alphabetischer Reihenfolge umfangreiche Beiträge zu über 300 Stichworten, und jedes wird dabei gleich dreifach praxisgerecht aufgearbeitet:

  1. Das Wichtigste in Kürze: Ideal für alle, die nur eine schnelle Orientierung brauchen.
  2. Ausführliche Betrachtung: Ideal für alle, die sich einen Gesamtüberblick verschaffen wollen.
  3. Praxis-Rat: Ideal für alle, die eine konkrete Empfehlung benötigen.

Diese Dreiteilung macht das „Handbuch für das strafrechtliche Ermittlungsverfahren" und das „Handbuch für die strafrechtliche Hauptverhandlung" zu unersetzlichen Begleitern für jeden Verteidiger/Rechtsanwalt, der im Strafrecht tätig ist.

Der Autor: Strafverteidiger und ehemaliger Richter am OLG

Detlef Burhoff ist nicht nur Strafverteidiger, sondern war auch von 1995 bis 2008 Richter am Oberlandesgericht Hamm. Er ist somit in der Lage, das strafrechtliche Hauptverfahren auch aus anderen Perspektiven zu betrachten und kann Ihnen als Anwalt daher besonders erfolgversprechende Strategien aufzeigen. Zudem gibt Burhoff Ihnen klare Empfehlungen, die Ihnen sofort weiterhelfen.

Sie sparen im Paket 49 Euro gegenüber dem Einzelpreis

Sichern Sie sich jetzt den attraktiven Paketpreis: Sie bezahlen für beide Handbücher nur 199 € statt insgesamt 248 €, wenn Sie die Bücher einzeln kaufen würden. Dafür bekommen Sie über 4.000 Seiten perfekt aufbereitetes Know-how, das Ihnen und Ihren Mandanten sowohl im Ermittlungsverfahren als auch in der Hauptverhandlung wertvolle Dienste leisten wird!

Medium: Buch
Autoren
Rezensionen

Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Zweibrücken auf http://dierezensenten.blogspot.com/2019/02/rezension-handbuch-fur-die.html: " Wenn man das möchte, kann man seine Kenntnisse zum gesamten Strafverfahren mit den Handbüchern von Burhoff erwerben. Neben den vorhandenen Titeln zum Ermittlungsverfahren, zu den Rechtsmitteln und Rechtsbehelfen und zur strafrechtlichen Nachsorge ist nunmehr das Handbuch für die strafrechtliche Hauptverhandlung - dies in neunter Auflage - neu erschienen, der vierte zum Thema gehörende Titel. Auf über 1300 Seiten inklusive Verzeichnissen wird die Materie aufbereitet, wie üblich bei den Burhoff’schen Handbüchern in Form von alphabetisch sortierten Stichworten, die von der Ablehnung eines Dolmetschers bis hin zu Zwischenberatungen des Gerichts reichen. Hinzu kommen zahlreiche Muster zu den verschiedenen Themen, die alle in einem abschließenden Musterverzeichnis katalogisiert sind. Ergänzt werden diese Handreichungen durch immer wieder eingestreute Praxishinweise für den Verteidiger.Markenzeichen der Handbücher ist stets die hohe Aktualität im Hinblick auf die eingearbeiteten Entscheidungen. So sind auch in dieser Neuauflage durch die Bank Entscheidungen aus dem Jahr 2018 aufgenommen und in den Kontext gestellt, sodass man mit jeder Neuauflage einen echten Mehrwert erwirbt. Zudem werden Rechtsentwicklungen aufgegriffen und für die Praxis sinnvoll erfasst. Gut zu sehen ist dies etwa bei der Vertretung des in der Berufungsinstanz säumigen Angeklagten (Rn. 818 ff.), wo die Friktionen mit der EMRK und die Reaktion der Gerichte hierauf ebenso erläutert werden wie Details zur Anwesenheit des Verteidigers bei gleichzeitigem Schweigen oder auch der Umstand, dass eine Selbstunterzeichnung der Vertretungsvollmacht durch den Verteidiger nicht mehr zulässig ist.Bestimmte Stichpunkte sind natürlich etwas sperrig, so die Kapitel zu den Absprachen bzw. der Verständigung (Rn. 181 ff.), aber durch geschickte Sortierung schafft Burhoff es auch hier, dem Leser einen roten Faden zu vermitteln und die tatsächliche Rechtsanwendung plastisch zu machen. Sofern nötig, wird durch Positiv- und Negativlisten mit Rechtsprechungsbeispielen das Gespür des Lesers für ein Thema geschult, zu sehen etwa beim Beweisantragsrecht (Ungeeignetheit eines Beweismittels, hier: Zeuge, Rn. 1002) oder bei der Suche nach Beweisverwertungsverboten unter bestimmten Aspekten (Rn. 1202 ff.). Einige Kapitel habe ich mir, teils aus praktischer Notwendigkeit, teils aus Interesse näher angesehen und der schon aus den Vorauflagen vorhandene positive Gesamteindruck wurde nicht getrübt, sondern bestätigt. Daraus möchte ich drei gerne hervorheben. Zum einen habe ich mir das Stichwort „Hinweis auf veränderte Sach-/Rechtslage“ durchgelesen (Rn. 1949 ff.), gerade weil Burhoff stets die sinnvolle Abgrenzung zum „Rechtsgespräch“ bzw. anderen vorläufigen Bewertungen des Gerichts zieht und damit aus den Ausführungen auch eine klare Mahnung an den Richter zu entnehmen ist, die Hinweispflichten nicht durch Surrogathandlungen zu verwischen. Darüber hinaus ist stets auf den Angeklagten als Zielperson des Hinweises zu achten, sowohl inhaltlich als auch von der Form her. Natürlich werden diese Empfehlungen primär für den Verteidiger ausgesprochen, aber umgekehrt kann man als Richter sehr effektiv das eigene Handeln auf Richtigkeit hinterfragen. Des Weiteren habe ich mir das Stichwort „präsentes Beweismittel“ zu Gemüte geführt (Rn. 2262 ff.), nicht nur weil die doch leicht komplexe Vorgehensweise rund um § 220 StPO gut beschrieben ist, sondern auch weil das Zusammenspiel zwischen § 245 und § 244 StPO gut nachvollziehbar dargestellt wird. Der Unterschied zwischen dem herbeigeschafften und dem bloß anwesenden Beweismittel muss hierfür von den Prozessbeteiligten verinnerlicht werden. Auch die Erläuterungen zum Sachverständigen als präsentes Beweismittel im Hinblick auf dessen Vorbereitung auf den Termin und die von ihm erwartete sofortige Begutachtung sind hervorzuheben. Schließlich habe ich das Stichwort „Verwertung der Erkenntnisse eines V-Mannes“ (Rn. 3594 ff.) ausgewählt. Die Zusammenstellung der verschiedenen Konstellationen samt Reaktionsmöglichkeiten der Verfahrensbeteiligten ist erfreulich detailliert und auch die taktischen Überlegungen, die angestellt werden, sind prozessual wertvoll. Man kann strafrechtlich tätigen Juristen nur raten, sich intensiv mit diesem Handbuch zu befassen. Genau wie bei den drei korrelierenden Handbüchern zu den anderen Stationen des Strafverfahrens verbinden sich auch hier bei der Lektüre Detailwissen und die taktisch geprägte Gesamtschau auf das Verfahren. Man lernt schon beim Lesen dazu und kann seine eigenen Handlungsmuster sinnvoll überprüfen. Auch in der Neuauflage also eine klare Empfehlung.

 Jürgen Cierniak, Richter am Bundesgerichtshof:  "Burhoff im Doppelpack! – jeder Mandant ist zu beglückwünschen, dessen Verteidiger so ausgestattet seine Interessen wahrnimmt. Der Autor legt seine bestens eingeführten Handbücher nun schon in achter (Ermittlungsverfahren) bzw. neunter (Hauptverhandlung) Auflage vor. Der Erfolg dieser in dichter Abfolge erscheinenden Werke gibt dem Autor Recht. Er hat ein Format entwickelt und bis zur Perfektion vorangetrieben, das allen Benutzern eine äußerst effektive „praktische Arbeitshilfe" – wie es im Vorwort bescheiden heißt – bietet. Hier werden nicht einzelne Paragrafen kommentarartig abgearbeitet, sondern die komplizierte Materie in ABC-Form dargestellt. Der große Vorteil: Der Benutzer stößt bei jedem Stichwort sogleich auf alle damit zusammenhängenden Fragen und Probleme. Querverweise tun ein Übriges, um die Materie einschließlich ihres gebührenrechtlichen „Widerhalls" zuverlässig zu erschließen. Praxisnah auch die zahlreichen Rechtsprechungsnachweise: So kann sich jeder auf den Standpunkt „seines" Gerichts einstellen.

In dieser Rezension kann es nicht darum gehen, alles das vorzustellen, was Burhoff zwischen die Buchdeckel seiner umfangreichen Neuauflagen gezwängt hat; und ihn zu loben, hieße Eulen nach Athen tragen. Hier nur ein paar Kostproben:

Beide Werke imponieren durch eine Fülle von Antragsmustern, auf die der Verteidiger bei seiner täglichen Arbeit dankbar zurückgreifen wird. Besonders hilfreich ist, dass der Verlag ihm den Download der Mustertexte anbietet, so dass er sich sogleich in die Verarbeitung des Textes stürzen kann. Das gilt etwa im Handbuch für das Ermittlungsverfahren für das Muster einer Strafprozessvollmacht, das selbstredend auf dem neuesten „Stand der Technik" ist (z.B. mit der gesonderten Berücksichtigung der Vertretungsregelung in der Berufungshauptverhandlung). Für ein Werk dieser Güte selbstverständlich ist auch, dass die zum Teil recht komplizierten Detailfragen zur Verteidiger- und Vertretungsvollmacht sorgfältig und in allen Einzelheiten leicht auffindbar erläutert sind; auch der Bogen zur rechtsgeschäftlichen Zustellungsvollmacht und zur „Verjährungsfalle" wird geschlagen, naheliegend mit der Warnung davor, die erteilte und durch Anzeige der Übernahme der Verteidigung hinlänglich dokumentierte Vollmacht auch noch vorzulegen. In beiden Werken wird das für den Verteidiger doch recht verminte Feld der Absprachen – aus der Perspektive des jeweils behandelten Verfahrensabschnitts – praxisnah mit einem erschöpfenden Katalog zulässiger und „verbotener" Themen aufbereitet.

Beeindruckend und in jeder Hinsicht gelungen ist ferner die Aufbereitung des Themas Akteneinsicht, schwerpunktmäßig aus der Perspektive des Ermittlungsverfahrens. Mit gewohnt klarer Ansage auch zu den jüngsten Neuregelungen und mit vielen Zitaten aus der Rechtsprechung findet der Benutzer z.B. Antworten auf die Frage, was alles genau abgelichtet werden kann/soll/darf – einschließlich der Erstattungsfähigkeit der Aufwendungen für eine „Zweitakte" für den Mandanten. Hier wird auch der elektronischen Akte, der bekanntlich die Zukunft gehört, die gebotene Beachtung geschenkt, z.B. bei der Frage nach der Dokumentenpauschale für das Anfertigen von Ausdrucken.

So bietet Burhoff ein Muster nicht nur für den Antrag auf Akteneinsicht, sondern auch für den Antrag nach § 46 Abs. 2 S. 3 RVG (Feststellung der Erforderlichkeit), den er mit Recht ins Verhältnis zu einem Vorschussantrag setzt. Im Rahmen der Darstellung der Besonderheiten des Bußgeldverfahrens findet der Leser zudem eine besonders eingehende, ausdifferenzierte Darstellung zur Einsicht in die Messunterlagen und die weiteren für eine Verteidigung bei Einsatz eines standardisierten Messverfahrens erforderlichen Unterlagen. Burrhof zeigt hier sehr schön den „Teufelskreis" auf, den so manche Obergerichte dem rechtsuchenden Bürger zumuten, aber auch die Möglichkeiten – von Rechts wegen – zur „Transformation" rechtsfehlerhaft verweigerter Einsicht in die Hauptverhandlung – als Basis für eine begründete Verfahrensrüge in der Rechtsbeschwerdeinstanz.

Für die Hauptverhandlung analysiert Burhoff natürlich auch – vor dem Hintergrund seiner kenntnisreichen Bearbeitung des Beweisantragsrechts im Allgemeinen – die Neuregelung zur Fristsetzung gemäß § 244 Abs. 6 S. 2-4 StPO und deren Konsequenzen für dieses zentrale Initiativrecht der Verteidigung. Er ist mit Recht skeptisch, ob das vom Gesetzgeber im Jahr 2017 verfolgte Ziel, Verfahrensverzögerungen zu begegnen, erreicht werden kann. Ausführlich und praxisgerecht stellt er die dem Verteidiger nach einer solchen Fristsetzung verbleibenden Handlungsspielräume dar, z.B. die intrikate Frage, in welchem Umfang der Verteidiger noch Beweisanträge stellen kann, wenn das Gericht nach Fristablauf – aus welchen Gründen auch immer – erneut in die Beweisaufnahme eintritt.

Keine Wünsche lässt das Handbuch für die Hauptverhandlung auch insoweit offen, als es um die von der Rechtsprechung entwickelte sogenannte „Widerspruchslösung" geht. Burhoff weist zu Recht auf die erhebliche praktische Bedeutung für den Instanzverteidiger – auch im Bußgeldverfahren – hin. Ausführliche Übersichten informieren, wann nach der Rechtsprechung ein Widerspruch erforderlich, wann ein solcher zu empfehlen und wann er entbehrlich ist. Der späteste Zeitpunkt für die Geltendmachung des Widerspruchs wird sorgfältig erläutert, ebenso die Notwendigkeit, hier alles penibelst mit der Verfahrensrüge in der Revision/Rechtsbeschwerde vorzutragen, wie überhaupt die gestraffte Darstellung von Berufung und Revision den Leser zu einem sachgerechten Verhalten in der tatrichterlichen Hauptverhandlung befähigt.

Fazit: Der Benutzer der Burhoff’schen Handbücher hat einen zuverlässigen und in allen Lagen des Ermittlungsverfahrens und der Hauptverhandlung überaus umsichtigen Begleiter an seiner Seite!

Das ausführliche Inhaltsverzeichnis und ein eingehendes Stichwortverzeichnis nebst einer Übersicht über die Antragsmuster runden die Praxistauglichkeit der Werke ab. Nicht zuletzt erlaubt die von ihm betriebene Homepage dem Autor, die Weiterentwicklung in Gesetzgebung und Rechtsprechung nahezu tagesaktuell nachzuzeichnen – sehr zum Nutzen der Leser seiner Handbücher, zu denen mit Recht neben Rechtsanwälten auch Richter und Staatsanwälte gehören. War es doch immer schon ein Anliegen des vor seinem Wechsel in die Anwaltschaft langjährig als Richter beim OLG Hamm tätigen Autors, in seinen Werken Einseitigkeit in jeder Hinsicht zu vermeiden.

 

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Rechtsanwalt und RiOLG a.D. Detlef Burho mehr

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Rechtsanwalt und RiOLG a.D. Detlef Burhoff
Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Zweib mehr

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Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Zweibrücken auf http://dierezensenten.blogspot.com/2019/02/rezension-handbuch-fur-die.html: " Wenn man das möchte, kann man seine Kenntnisse zum gesamten Strafverfahren mit den Handbüchern von Burhoff erwerben. Neben den vorhandenen Titeln zum Ermittlungsverfahren, zu den Rechtsmitteln und Rechtsbehelfen und zur strafrechtlichen Nachsorge ist nunmehr das Handbuch für die strafrechtliche Hauptverhandlung - dies in neunter Auflage - neu erschienen, der vierte zum Thema gehörende Titel. Auf über 1300 Seiten inklusive Verzeichnissen wird die Materie aufbereitet, wie üblich bei den Burhoff’schen Handbüchern in Form von alphabetisch sortierten Stichworten, die von der Ablehnung eines Dolmetschers bis hin zu Zwischenberatungen des Gerichts reichen. Hinzu kommen zahlreiche Muster zu den verschiedenen Themen, die alle in einem abschließenden Musterverzeichnis katalogisiert sind. Ergänzt werden diese Handreichungen durch immer wieder eingestreute Praxishinweise für den Verteidiger.Markenzeichen der Handbücher ist stets die hohe Aktualität im Hinblick auf die eingearbeiteten Entscheidungen. So sind auch in dieser Neuauflage durch die Bank Entscheidungen aus dem Jahr 2018 aufgenommen und in den Kontext gestellt, sodass man mit jeder Neuauflage einen echten Mehrwert erwirbt. Zudem werden Rechtsentwicklungen aufgegriffen und für die Praxis sinnvoll erfasst. Gut zu sehen ist dies etwa bei der Vertretung des in der Berufungsinstanz säumigen Angeklagten (Rn. 818 ff.), wo die Friktionen mit der EMRK und die Reaktion der Gerichte hierauf ebenso erläutert werden wie Details zur Anwesenheit des Verteidigers bei gleichzeitigem Schweigen oder auch der Umstand, dass eine Selbstunterzeichnung der Vertretungsvollmacht durch den Verteidiger nicht mehr zulässig ist.Bestimmte Stichpunkte sind natürlich etwas sperrig, so die Kapitel zu den Absprachen bzw. der Verständigung (Rn. 181 ff.), aber durch geschickte Sortierung schafft Burhoff es auch hier, dem Leser einen roten Faden zu vermitteln und die tatsächliche Rechtsanwendung plastisch zu machen. Sofern nötig, wird durch Positiv- und Negativlisten mit Rechtsprechungsbeispielen das Gespür des Lesers für ein Thema geschult, zu sehen etwa beim Beweisantragsrecht (Ungeeignetheit eines Beweismittels, hier: Zeuge, Rn. 1002) oder bei der Suche nach Beweisverwertungsverboten unter bestimmten Aspekten (Rn. 1202 ff.). Einige Kapitel habe ich mir, teils aus praktischer Notwendigkeit, teils aus Interesse näher angesehen und der schon aus den Vorauflagen vorhandene positive Gesamteindruck wurde nicht getrübt, sondern bestätigt. Daraus möchte ich drei gerne hervorheben. Zum einen habe ich mir das Stichwort „Hinweis auf veränderte Sach-/Rechtslage“ durchgelesen (Rn. 1949 ff.), gerade weil Burhoff stets die sinnvolle Abgrenzung zum „Rechtsgespräch“ bzw. anderen vorläufigen Bewertungen des Gerichts zieht und damit aus den Ausführungen auch eine klare Mahnung an den Richter zu entnehmen ist, die Hinweispflichten nicht durch Surrogathandlungen zu verwischen. Darüber hinaus ist stets auf den Angeklagten als Zielperson des Hinweises zu achten, sowohl inhaltlich als auch von der Form her. Natürlich werden diese Empfehlungen primär für den Verteidiger ausgesprochen, aber umgekehrt kann man als Richter sehr effektiv das eigene Handeln auf Richtigkeit hinterfragen. Des Weiteren habe ich mir das Stichwort „präsentes Beweismittel“ zu Gemüte geführt (Rn. 2262 ff.), nicht nur weil die doch leicht komplexe Vorgehensweise rund um § 220 StPO gut beschrieben ist, sondern auch weil das Zusammenspiel zwischen § 245 und § 244 StPO gut nachvollziehbar dargestellt wird. Der Unterschied zwischen dem herbeigeschafften und dem bloß anwesenden Beweismittel muss hierfür von den Prozessbeteiligten verinnerlicht werden. Auch die Erläuterungen zum Sachverständigen als präsentes Beweismittel im Hinblick auf dessen Vorbereitung auf den Termin und die von ihm erwartete sofortige Begutachtung sind hervorzuheben. Schließlich habe ich das Stichwort „Verwertung der Erkenntnisse eines V-Mannes“ (Rn. 3594 ff.) ausgewählt. Die Zusammenstellung der verschiedenen Konstellationen samt Reaktionsmöglichkeiten der Verfahrensbeteiligten ist erfreulich detailliert und auch die taktischen Überlegungen, die angestellt werden, sind prozessual wertvoll. Man kann strafrechtlich tätigen Juristen nur raten, sich intensiv mit diesem Handbuch zu befassen. Genau wie bei den drei korrelierenden Handbüchern zu den anderen Stationen des Strafverfahrens verbinden sich auch hier bei der Lektüre Detailwissen und die taktisch geprägte Gesamtschau auf das Verfahren. Man lernt schon beim Lesen dazu und kann seine eigenen Handlungsmuster sinnvoll überprüfen. Auch in der Neuauflage also eine klare Empfehlung.

 Jürgen Cierniak, Richter am Bundesgerichtshof:  "Burhoff im Doppelpack! – jeder Mandant ist zu beglückwünschen, dessen Verteidiger so ausgestattet seine Interessen wahrnimmt. Der Autor legt seine bestens eingeführten Handbücher nun schon in achter (Ermittlungsverfahren) bzw. neunter (Hauptverhandlung) Auflage vor. Der Erfolg dieser in dichter Abfolge erscheinenden Werke gibt dem Autor Recht. Er hat ein Format entwickelt und bis zur Perfektion vorangetrieben, das allen Benutzern eine äußerst effektive „praktische Arbeitshilfe" – wie es im Vorwort bescheiden heißt – bietet. Hier werden nicht einzelne Paragrafen kommentarartig abgearbeitet, sondern die komplizierte Materie in ABC-Form dargestellt. Der große Vorteil: Der Benutzer stößt bei jedem Stichwort sogleich auf alle damit zusammenhängenden Fragen und Probleme. Querverweise tun ein Übriges, um die Materie einschließlich ihres gebührenrechtlichen „Widerhalls" zuverlässig zu erschließen. Praxisnah auch die zahlreichen Rechtsprechungsnachweise: So kann sich jeder auf den Standpunkt „seines" Gerichts einstellen.

In dieser Rezension kann es nicht darum gehen, alles das vorzustellen, was Burhoff zwischen die Buchdeckel seiner umfangreichen Neuauflagen gezwängt hat; und ihn zu loben, hieße Eulen nach Athen tragen. Hier nur ein paar Kostproben:

Beide Werke imponieren durch eine Fülle von Antragsmustern, auf die der Verteidiger bei seiner täglichen Arbeit dankbar zurückgreifen wird. Besonders hilfreich ist, dass der Verlag ihm den Download der Mustertexte anbietet, so dass er sich sogleich in die Verarbeitung des Textes stürzen kann. Das gilt etwa im Handbuch für das Ermittlungsverfahren für das Muster einer Strafprozessvollmacht, das selbstredend auf dem neuesten „Stand der Technik" ist (z.B. mit der gesonderten Berücksichtigung der Vertretungsregelung in der Berufungshauptverhandlung). Für ein Werk dieser Güte selbstverständlich ist auch, dass die zum Teil recht komplizierten Detailfragen zur Verteidiger- und Vertretungsvollmacht sorgfältig und in allen Einzelheiten leicht auffindbar erläutert sind; auch der Bogen zur rechtsgeschäftlichen Zustellungsvollmacht und zur „Verjährungsfalle" wird geschlagen, naheliegend mit der Warnung davor, die erteilte und durch Anzeige der Übernahme der Verteidigung hinlänglich dokumentierte Vollmacht auch noch vorzulegen. In beiden Werken wird das für den Verteidiger doch recht verminte Feld der Absprachen – aus der Perspektive des jeweils behandelten Verfahrensabschnitts – praxisnah mit einem erschöpfenden Katalog zulässiger und „verbotener" Themen aufbereitet.

Beeindruckend und in jeder Hinsicht gelungen ist ferner die Aufbereitung des Themas Akteneinsicht, schwerpunktmäßig aus der Perspektive des Ermittlungsverfahrens. Mit gewohnt klarer Ansage auch zu den jüngsten Neuregelungen und mit vielen Zitaten aus der Rechtsprechung findet der Benutzer z.B. Antworten auf die Frage, was alles genau abgelichtet werden kann/soll/darf – einschließlich der Erstattungsfähigkeit der Aufwendungen für eine „Zweitakte" für den Mandanten. Hier wird auch der elektronischen Akte, der bekanntlich die Zukunft gehört, die gebotene Beachtung geschenkt, z.B. bei der Frage nach der Dokumentenpauschale für das Anfertigen von Ausdrucken.

So bietet Burhoff ein Muster nicht nur für den Antrag auf Akteneinsicht, sondern auch für den Antrag nach § 46 Abs. 2 S. 3 RVG (Feststellung der Erforderlichkeit), den er mit Recht ins Verhältnis zu einem Vorschussantrag setzt. Im Rahmen der Darstellung der Besonderheiten des Bußgeldverfahrens findet der Leser zudem eine besonders eingehende, ausdifferenzierte Darstellung zur Einsicht in die Messunterlagen und die weiteren für eine Verteidigung bei Einsatz eines standardisierten Messverfahrens erforderlichen Unterlagen. Burrhof zeigt hier sehr schön den „Teufelskreis" auf, den so manche Obergerichte dem rechtsuchenden Bürger zumuten, aber auch die Möglichkeiten – von Rechts wegen – zur „Transformation" rechtsfehlerhaft verweigerter Einsicht in die Hauptverhandlung – als Basis für eine begründete Verfahrensrüge in der Rechtsbeschwerdeinstanz.

Für die Hauptverhandlung analysiert Burhoff natürlich auch – vor dem Hintergrund seiner kenntnisreichen Bearbeitung des Beweisantragsrechts im Allgemeinen – die Neuregelung zur Fristsetzung gemäß § 244 Abs. 6 S. 2-4 StPO und deren Konsequenzen für dieses zentrale Initiativrecht der Verteidigung. Er ist mit Recht skeptisch, ob das vom Gesetzgeber im Jahr 2017 verfolgte Ziel, Verfahrensverzögerungen zu begegnen, erreicht werden kann. Ausführlich und praxisgerecht stellt er die dem Verteidiger nach einer solchen Fristsetzung verbleibenden Handlungsspielräume dar, z.B. die intrikate Frage, in welchem Umfang der Verteidiger noch Beweisanträge stellen kann, wenn das Gericht nach Fristablauf – aus welchen Gründen auch immer – erneut in die Beweisaufnahme eintritt.

Keine Wünsche lässt das Handbuch für die Hauptverhandlung auch insoweit offen, als es um die von der Rechtsprechung entwickelte sogenannte „Widerspruchslösung" geht. Burhoff weist zu Recht auf die erhebliche praktische Bedeutung für den Instanzverteidiger – auch im Bußgeldverfahren – hin. Ausführliche Übersichten informieren, wann nach der Rechtsprechung ein Widerspruch erforderlich, wann ein solcher zu empfehlen und wann er entbehrlich ist. Der späteste Zeitpunkt für die Geltendmachung des Widerspruchs wird sorgfältig erläutert, ebenso die Notwendigkeit, hier alles penibelst mit der Verfahrensrüge in der Revision/Rechtsbeschwerde vorzutragen, wie überhaupt die gestraffte Darstellung von Berufung und Revision den Leser zu einem sachgerechten Verhalten in der tatrichterlichen Hauptverhandlung befähigt.

Fazit: Der Benutzer der Burhoff’schen Handbücher hat einen zuverlässigen und in allen Lagen des Ermittlungsverfahrens und der Hauptverhandlung überaus umsichtigen Begleiter an seiner Seite!

Das ausführliche Inhaltsverzeichnis und ein eingehendes Stichwortverzeichnis nebst einer Übersicht über die Antragsmuster runden die Praxistauglichkeit der Werke ab. Nicht zuletzt erlaubt die von ihm betriebene Homepage dem Autor, die Weiterentwicklung in Gesetzgebung und Rechtsprechung nahezu tagesaktuell nachzuzeichnen – sehr zum Nutzen der Leser seiner Handbücher, zu denen mit Recht neben Rechtsanwälten auch Richter und Staatsanwälte gehören. War es doch immer schon ein Anliegen des vor seinem Wechsel in die Anwaltschaft langjährig als Richter beim OLG Hamm tätigen Autors, in seinen Werken Einseitigkeit in jeder Hinsicht zu vermeiden.

 

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